Katzenernährung

Kommt die nächste Futterrückruf-Welle?

Nach dem großen Futterrückruf der Firma Nestlé im Jahr 2007 ist es ruhig auf dem Futtermarkt geworden. Nun scheint es wieder einen Futterrückruf in den USA zu geben. Die gute Nachricht: Das betroffene Futter wird nicht in Deutschland vertrieben.
Der Hersteller des „Wellness Katzenfutters„, eines hochpreisigen Verkaufsschlagers in den USA, ruft freiwillig die Chargen „Wellness Canned Cat“ mit Mindesthaltbarkeitsdaten vom 14. April 2013 bis zum 30 September 2013 und die Sorte „Wellness Canned Cat Chicken & Herring“ in allen Größen mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 10. November bis zum 13. November 2013 zurück. Grund soll eine Unterdosierung von Vitamin B1 (Thiamin) sein (zur offiziellen Erklärung der Firma Wellpet).
Die gute Nachricht für alle Katzenfreunde in Europa: Das Wellness Katzenfutter wird scheinbar nur in den USA und Kanada vertrieben. Nach dem großen Futterskandal der Firma Nestlé im Jahr 2007, bei der schließlich nicht nur die Marken Purina, Nutro und IAMS, sondern auch zahlreiche No-Name Handelsmarken betroffen waren, bleibt aber dennoch ein fader Nachgeschmack.
Heutzutage stellt kaum ein Futterhersteller seine Marken in der eigenen Produktionsstätte her. Die Zutaten kommen aus Indien, produziert wird in China – im Falle von Nestlè schlichen sich auf diesem Weg giftige Bestandteile ins im Futter enthaltene Weizengluten ein. Die Folge: Nierenversagen und schließlicher Tod zahlreicher Katzen. Ein Buchtipp für alle, die sich näher mit dem Thema beschäftigen möchten: Pet Food Politics
Leider kann sich ein solches Szenario leicht wiederholen. Viele Supermarktketten vertrauen die Herstellung ihrer No-Name-Futtermarken großen Konzernen an. Was sich in der Dose befindet weiß also kaum jemand genau…
Dennoch heißt es, ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu verfallen. Wellness wird aktuell nur in den USA und Kanada verkauft, europäische Katzenhalter müssen also nicht bangen. Für alle anderen heißt es: Hoffen , dass es sich bei diesem Futterrückruf wirklich nur um eine Minderdosierung von Vitamin B1 handelt.
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